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Nachhaltigkeit

Die zunehmende Urbanisierung und die wachsende Größe von Metropolregionen stellt eine Herausforderung für die wirtschaftliche Entwicklung und das soziale Gleichgewicht insbesondere von Entwicklungs- und Schwellenländern dar. Nach Berechnungen der UN werden im Jahr 2030 etwa 60% der Weltbevölkerung in urbanen Räumen leben. China hat sich zur weltgrößten urbanen Nation entwickelt. Heutzutage leben etwa 600 Millionen Chinesen in Städten, 2030 werden es wahrscheinliche 900 Millionen sein.

Die größte Dynamik entwickelt der Urbanisierungsprozess in den sogenannten Megastädten mit mehr als 5 Millionen Einwohnern. Diese Städte haben in vielen Fällen zu ausgedehnten mega-urbanen Regionen entwickelt. Sie entfalten eine hohe Dynamik, die sich auch auf die nationale und z.T. auf die globale Wirtschaft auswirkt. Zudem sind sie Räume mit erhöhter wirtschaftlicher Produktivität, Wettbewerbsvorteilen, höheren durchschnittlichen Einkommen und hoher kultureller Dynamik. Das hohe Wachstum der Megastädte speist sich aus der Zuwanderung aus ländlichen Gebieten. Der starke Bevölkerungsdruck und die hohe Dynamik führen zu sozialen Ungleichheiten. Gleichzeitig bieten sich in diesen Städten zahlreiche Möglichkeiten zur Überwindung der Missstände und zur Verbesserung der Infrastruktur, gerade auch im Bereich Verkehr.

Eines der übergeordneten Ziele des Verkehrssystems in diesen Städten und Regionen ist es daher, Mobilität für alle Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen. Dies umfasst Angebote des sicheren, sauberen, bezahlbaren und lärmarmen Verkehrs.

Neben der Herausforderung, ein sozial ausgewogenes und den jeweiligen Mobilitätsanforderungen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen angepasstes Verkehrssystem zu planen und umzusetzen, besteht eine weitere Herausforderung in der Entwicklung einer energieeffizienten, urbanen Infrastruktur. Verkehr ist einer der großen Verursacher der klimaschädlichen Emissionen. Klimaschutz und Energieeffizienz sind daher wichtige Ziele in den Entscheidungsprozessen der Verantwortlichen in den Megastädten.

In China hat in den zurückliegenden Jahren die rasante Entwicklung der Verkehrssysteme dazu geführt, dass die mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen verbundenen Umweltprobleme in Teilen auch ernsthafte negative Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung, die soziale Stabilität und die allgemeine Gesundheit haben. Denn die Kraftfahrzeuge, die überwiegend mit Verbrennungsmotoren ausgestattet sind, tragen erheblich zur Emissionen von Schadstoffen bei. Infolge dessen leidet die Luftqualität in vielen Städten, zunehmend aber auch in ländlichen Regionen. Daher ist es ein Ziel des METRASYS Projekts, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich zu senken. Dazu wird ein nachhaltiges, ausgedehntes Verkehrsmanagementsystem in Hefei entwickelt und umgesetzt.

(siehe auch: METRASYS Working Paper_Hefei 2030 - Transport in a Megacity of Tomorrow )